„Gratis" ist einer der am meisten strapazierten Begriffe im E-Mail-Marketing. Suchen Sie „kostenlose Newsletter Software", finden Sie Dutzende Tools, die technisch gesehen kostenlos sind – fast alle enthalten jedoch Einschränkungen, die leise teuer werden, sobald Ihre Liste wächst.
Dieser Artikel bietet einen ehrlichen Blick auf das, was kostenlose Newsletter Software wirklich leistet, wo die Haken versteckt sind und wann es sinnvoller ist, kostenpflichtige Pay-as-you-go-Alternativen ins Auge zu fassen.
Für das grosse Bild zur Kategorie siehe unseren umfassenden Leitfaden zur Newsletter Software.
„Gratis" heisst meist Freemium
Fast jedes „kostenlose" Newsletter-Tool ist ein Freemium-Modell: ein Gratis-Tarif, der den Einstieg ermöglicht, kombiniert mit Bezahltarifen, die Funktionen freischalten, sobald Sie ernst machen. Das ist nicht per se schlecht – Freemium ist ein fairer Weg, Software zu testen, bevor man kauft. Das Problem: Marketing-Texte verschweigen oft, worauf man verzichtet.
Ein typischer Gratis-Tarif enthält:
- Eine Obergrenze für Kontakte (oft 500–1.000)
- Eine Obergrenze für monatliche Versendungen (oft 1.000–3.000)
- Nur grundlegende Vorlagen
- Anbieter-Branding in jeder E-Mail („Powered by …")
- Keine oder nur eingeschränkte Automatisierung
- Keine A/B-Tests
- Nur Community-Support – keine menschliche Hilfe
- Eingeschränkte Auswertungen (keine Heatmaps, keine Vergleiche)
Was Sie in einem Gratis-Tarif wirklich bekommen
Hier eine ehrliche Einschätzung gängiger Gratis-Tarife 2026.
Grosszügige Gratis-Tarife
- MailerLite: Bis 1.000 Kontakte und 12.000 E-Mails/Monat gratis. Solider Editor. Zwangsbranding im niedrigen Bezahl-Tarif; in höheren Tarifen entfernt.
- Brevo: Unbegrenzte Kontakte, 300 E-Mails/Tag gratis. Branding enthalten. SMS kostet extra.
Knappere Gratis-Tarife
- Mailchimp: Bis 500 Kontakte, 1.000 Versendungen/Monat. Branding, eingeschränkte Vorlagen, sehr einfache Automatisierungen.
- HubSpot Marketing Free: Bis 2.000 Versendungen/Monat mit HubSpot-Branding. Gut für CRM-Integration, für reinen Newsletter-Versand eher schwer.
Die echten Kosten des „Kostenlos"
Gratis-Tarife kosten Sie auf fünf stille Arten:
1. Branding in jeder E-Mail
Ihre Newsletter tragen unten das Logo des Anbieters. Für Hobbyprojekte okay. Für Unternehmen signalisiert es jedem Abonnenten „klein und unausgereift".
2. Zustellbarkeit-Abstriche
Gratis-Tarife teilen Versand-Infrastruktur oft mit allen anderen Gratis-Nutzern – inklusive der unseriösen. Ihre E-Mails erben die Reputation der Nachbarschaft. Bezahltarife bieten bessere Infrastruktur, stärkere Authentifizierung und höhere Inbox-Placement-Raten.
3. Kein echter Support
Wenn eine Kampagne freitags um 16 Uhr entgleist, wollen Sie kein Community-Forum hören. Gratis-Tarife bieten fast nie menschlichen Support.
4. Essenzielle Funktionen hinter Paywalls
Segmentierung, A/B-Tests, Automatisierungen, Mehrbenutzer-Zugriff und selbst das Entfernen des Anbieter-Brandings sind häufig kostenpflichtig. Sie stossen schnell an diese Wand.
5. Erzwungene Upgrades beim Wachstum
Pro-Kontakt-Gratis-Tarife sind so gebaut, dass sie Sie beim Überschreiten der Grenze in einen Bezahltarif drängen – oft einen der teureren am Markt. Ein Gratis-Tarif, der in einen teuren Bezahltarif mündet, ist nicht wirklich gratis.
Wann kostenlose Newsletter Software ausreicht
Gratis-Tarife sind in drei Situationen sinnvoll:
- Hobbyprojekte oder persönliche Newsletter. Unter 500 Abonnenten, kein Umsatz, Branding egal.
- Vorübergehendes Testen. Sie wollen ein Produkt ausprobieren, bevor Sie Geld ausgeben.
- Sehr kleine NGOs. Eine Handvoll Unterstützer, monatliche Updates, noch kein Budget (obwohl Pay-as-you-go langfristig meist günstiger ist – siehe Newsletter Software für Vereine und NGOs).
Sie wollen einen echten kostenlosen Start? Die Mailpro-Tarife lassen Sie kostenlos beginnen und erst beim Wachsen upgraden — ohne Werbung auf Ihren E-Mails.
Wann es Zeit wird, Gratis-Software aufzugeben
Trifft einer der folgenden Punkte zu, kostet Sie der Verbleib in einem Gratis-Tarif Geld:
- Ihre Liste umfasst mehr als 500 aktive Kontakte
- Sie versenden mehr als eine Kampagne pro Woche
- Newsletter erzeugen realen Umsatz
- Sie möchten das Anbieter-Branding für Ihre Glaubwürdigkeit entfernen
- Sie brauchen A/B-Tests, Segmentierung oder Willkommens-Automatisierungen
- Sie haben europäische Kunden und brauchen einen stärkeren Datenschutzstandard (siehe DSGVO-konforme Newsletter Software)
Die klügere Alternative: Pay-as-you-go
Wenn Gratis-Tarife einengen und Pro-Kontakt-Abos zu teuer erscheinen, gibt es einen dritten Weg, den viele übersehen: Pay-as-you-go. Statt einer Monatsgebühr kaufen Sie E-Mail-Credits und verbrauchen sie beim Versand.
Für ein Kleinunternehmen, das wöchentlich an 1.000–2.000 Kontakte versendet, kostet Pay-as-you-go oft weniger pro Monat als ein hochgeschalteter Freemium-Tarif – ohne erzwungenes Branding, ohne Versand-Obergrenzen, ohne Überraschungs-Upgrades und mit voller Zustellbarkeits-Infrastruktur.
Mailpro nutzt genau dieses Modell. Preise ansehen – Sie zahlen nur, was Sie versenden, erhalten das komplette Funktionspaket (keine Paywalls für Essenzielles), und Ihre Daten sind vom ersten Tag an in der Schweiz gehostet und DSGVO-konform.
Vollständiger Überblick in unserem Leitfaden zu Newsletter-Software-Preisen.
Gratis-Tarife vs. Pay-as-you-go im kleinen Massstab
Ein kurzer Direktvergleich für ein Unternehmen mit 1.500 Kontakten und wöchentlichem Newsletter (6 Versendungen/Monat × 1.500 = ca. 9.000 E-Mails/Monat):
- Populäre Gratis-Tarife: Sie überschreiten das Kontaktlimit und meist auch das Versandlimit. Das Upgrade landet Sie in einem Pro-Kontakt-Tarif zu 20–40 €/Monat – im niedrigen Bezahltarif oft mit weiterem Anbieter-Branding.
- Pay-as-you-go (Mailpro): Rund 20–30 €/Monat bei diesem Volumen – kompletter Funktionsumfang, kein Branding, Schweizer Hosting.
Für Unternehmen jenseits der Hobby-Stufe ist Pay-as-you-go meist sowohl günstiger als auch professioneller.
Fehler, die Sie mit kostenloser Newsletter Software vermeiden sollten
- „Für immer gratis" als Strategie betrachten. Es ist ein Startpunkt, kein Ziel.
- Umzugskosten ignorieren. Listen, Vorlagen und Automatisierungen später umzuziehen ist schmerzhaft. Wählen Sie einen Anbieter, bei dem Sie sich einen Bezahlvertrag vorstellen können.
- Von einem Gratis-Tarif an Kaltkontakte senden. Die Zustellbarkeit im Gratis-Tarif ist ohnehin fragil – machen Sie es nicht schlimmer.
- Auf paywalled Funktionen bauen. Wenn Ihr Workflow A/B-Tests oder Automatisierungen braucht, ist ein Gratis-Tarif ohne diese eine Sackgasse.
- Datenschutz übersehen. Gratis-Tarife bieten oft schwächeren Vertragsschutz. Wenn Sie EU-Daten verarbeiten, starten Sie konform.
Gratis starten – ohne die Kompromisse
Sie können in unter zwei Minuten ein kostenloses Mailpro-Konto erstellen, das vollständige Produkt erkunden und nur dann Credits verbrauchen, wenn Sie tatsächlich versenden. Kein erzwungenes Branding, keine Paywalls für Essenzielles, keine Pro-Kontakt-Rechnerei. Wenn Sie skalieren wollen, zeigt die Preisseite exakt, was jede Volumen-Stufe kostet.
Weiterführende Artikel:
- Newsletter Software: Der umfassende Leitfaden
- Newsletter-Software-Preise erklärt
- Beste Newsletter Software für Kleinunternehmen
- Newsletter Software für Vereine und NGOs
Mailpro und kostenlose E-Mail-Tools
Kostenlos starten — und erst zahlen, wenn Sie wachsen
„Kostenlos“ heißt oft beschnitten oder mit Werbung versehen. Mit Mailpro starten Sie ohne zu zahlen, behalten Ihr eigenes Branding und wechseln erst zu einem fairen Tarif, wenn Ihre Liste das Gratis-Angebot übersteigt.